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Ein ausgedehnter Schriftwechsel mit einem Kunden, der gestern stattfand, und der zu einer Abhandlung über die Charakteristika von Offset-Tinten wurde, ist, denke ich, ein guter Anlass, noch einmal über diese Besonderheiten zu schreiben, auch wenn ich mich streckenweise nur wiederholen kann.

Wie bereits in dem Visitenkarten-Tutorial „Weiß im Offsetdruck – die fünfte Farbe“ geschildert, sind Offsetfarben generell lasierend, d.h. leicht transparent. Selbst ein „Deckweiß“ ist nicht 100%ig deckend. In der Regel, auf weißen Materialien, hat das keine weitere Auswirkung, auf transparenten Materialien entsteht dadurch jedoch ein völlig anderer Eindruck.

Aufgrund der Transparenz der Tinten ist in vielen Fällen eine weiße Hinterlegung verschiedener Elemente des Designs notwendig. Durch diese zweite Lage ist der Druck schon etwas undurchsichtiger. Außerdem hat die Hinterlegung den Vorteil, dass die Wirkung des Designs nicht so sehr vom Lichteinfall und vom Hintergrund abhängig ist und die Farben kräftiger und brillanter erscheinen.
Das Weiß selbst kann nicht mit Weiß hinterlegt werden und bleibt daher dezent transparent. Ein absolut deckendes Weiß zu erzielen, ist im Offsetdruck nur mittels mehrerer Farbschichten (3-4) möglich. Eine aufwendige und teure Prozedur, die nur bei großen Spezialaufträgen sinnvoll ist. Ein Beispiel für so einen Auftrag ist der Dorint-Flyer:

Transparenter Flyer (2) Dorint

Dieser Flyer wurde in fünf Schichten auf kristallklares PVC gedruckt: Design für die Vorderseite, drei Zwischenlagen Weiß, Design für die Rückseite. Der rückseitige Druck ist golden, und obwohl Metallic-Tinten die deckendsten Offset-Tinten sind, kann man im Gegenlicht immer noch den Druck von der anderen Seite erkennen.

Den besten Eindruck von der Transparenz, selbst des Weiß, vermittelt sicher das folgende Foto. Die Karte wurde mit 100% Weiß gedruckt.

Kristallklar transparente Visitenkarte von Grafanna
In vielen Fällen, in denen das Design mit der Transparenz spielt, in denen auch zarte Verläufe oder eine vollflächige Einfärbung  gewollt ist, ist die Transparenz der Tinten von Vorteil.

Rot-transparente Visitenkarte von Kreando
In allen anderen Fällen beraten wir natürlich gerne, empfehlen die eine oder andere Möglichkeit und versenden auf Wunsch auch Musterstreifen, die mit verschiedenen Transparenzgraden bedruckt sind, mit und ohne weiße Hinterlegung.

Weitere Tutorials:

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Visitenkarten-Tutorial ‚Auswahl des Materials‘

Plastik-Visitenkarten gibt es bei uns in verschiedenen Ausführungen, aus transparentem PVC (volltransparent bzw. kristallklar und halbtransparent, also gefrostet bzw. transparent-satiniert, was das Gleiche bedeutet), aus Metallic-PVC (silber) und natürlich weißem PVC.
Welches Material sich für die eigenen Bedürfnisse anbietet, hängt von mehreren Faktoren ab. Darum hier eine kurze Auflistung, was die verschiedenen Materialien auszeichnet:

Visitenkarten aus transparentem (kristallklaren) PVC:
Transparente Visitenkarten sind natürlich der absolute Hingucker. Ob nun kristallklar oder gefrostet ist zwar auch eine Geschmacksache, die Wahl können aber noch andere Gründe beeinflussen. Zum Beispiel werden nicht unbedingt beide Qualitäten in den gleichen Stärken angeboten. Bei uns ist das kristallklare Material eine Idee stärker als der gefrostete Kunststoff, also etwas griffiger. Soll das Corporate Design auch im übertragenen Sinn Transparenz vermitteln, dann ist eine kristallklare Visitenkarte unabhängig von der Stärke sicher die erste Wahl.

Visitenkarten aus halbtransparentem (gefrosteten) PVC:
Visitenkarten aus gefrostetem Kunststoff haben zusätzlich zur ungewöhnlichen Transparenz weitere Vorteile. So sind Fingerabrücke nicht so auffällig wie auf der vollkommen durchsichtigen Variante und Hintergründe, auf denen sie präsentiert werden, lenken nicht so leicht vom Design und den Kontaktdaten ab. Werden die Visitenkarten also später z.B. in einer gemusterten Präsentationsmappe stecken, bietet sich eher der gefrostete Bedruckstoff als Material an.

Visitenkarten aus silbernem Metallic-PVC:
Metallic-Visitenkarten bieten nicht nur für Bereiche an, in denen Bezug zu Metall hergestellt werden soll oder wenn durch die spiegelnde Fläche besonders Aufmerksamkeit erregt werden soll, sondern auch wenn ein Design mit Metallic-Farben umgesetzt werden soll.
Da Offset-Farben generell lasierend sind, erscheinen sie auf dem Metallic-PVC eben auch als Metallic-Farbe. Ausnahmen bilden Schwarz und Weiß. Alle anderen Farben müssen, wenn sie deckend, also nicht metallisch, erscheinen sollen, mit Weiß hinterlegt werden (zur weißen Hinterlegung mehr in einem eigenen Tutorial).
Die Metallic-Visitenkarten können abfallend, also bis zum Rand, bedruckt sein, ohne dass silberne Bereiche übrig bleiben, gewünscht ist dann aber eben in der Regel, dass sie sich durch Metallic-Farben auszeichnen.
Aufgrund des unterschiedlichen Erscheinungsbildes der Farben mit und ohne Hinterlegung halten wir in diesen Fällen (sofern der Online-Bestellung nicht ohnehin eine entsprechende Notiz beigefügt wurde) vor dem Druck in der Regel Rücksprache mit unseren Kunden.
Bei Metallic-Visitenkarten ist zu bedenken, dass auf unbedruckten Bereichen (fettige) Fingerabdrücke sehr auffällig sind.

Visitenkarten aus weißem PVC:
Diese Visitenkarten sehen den traditionellen Visitenkarten auf den ersten Blick zum Verwechseln ähnlich. Im Grunde macht die Materialbeschaffenheit den Unterschied aus. Flexibel, knitterfei, abwisch- und waschbar, das sind Eigenschaften, die in manchen Arbeitsbereichen von Vorteil sind, ohne dass der Look dadurch ein anderer wird.

Visitenkarten aus Visitenkartenkarton (Papier):
Visitenkarten aus Papier sind die klassische Variante und überall dort angebracht, wo vor allem auf Tradition und Beständigkeit Wert gelegt wird. Dass auch eine klassische Visitenkarte nicht billig oder öde daherkommen muss, dafür sorgt das reichhaltige Angebot an verschiedenen Papierqualitäten, das spezialisierte Druckereien anbieten.
Verschiedene Papiere nehmen Farben verschieden auf und auch zum Kunststoff sind natürlich Unterschiede erkennbar. Für den Druck von komplexen Designs, die ursprünglich für die Ansicht auf dem Monitor also als Webdesign konzipiert waren und von denen die entsprechende ‚Tiefe‘ erwartet wird, kann sich daher u.U. eher der traditionelle Visitenkarten-Karton anbieten.

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