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Visitenkarten-Tutorial ‚Materialstärke‘

Materialstärkeangaben in Mikron klingen erst einmal verwirrend, da Mikron im allgemeinen Sprachgebrauch für gewöhnlich nicht vorkommt. Mikron bedeutet jedoch lediglich ‚Micrometer‘. 300 micron sind also 0,3 mm.

Bei den Materialangaben für Visitenkarten und Plastikkarten finden sich, je nachdem in welcher Sprache die Informationen verfasst sind, Angaben mit der Einheit micron und mit mil.

400 micron oder 15 mil
760 micron oder 30 mil

Mil ist eine Einheit aus dem englischsprachigen Raum und bedeutet Milli-Inch.

Auch wenn die Maßeinheiten dadurch verständlicher sind, entscheidend bei der Auswahl der Stärke für neue Visitenkarten sollte der haptische Eindruck sein. Daher versenden wir auch Muster, um die Materialstärke greifbar zu machen. Wie stark die eigene Visitenkarte letztendlich sein soll, ist mehr oder weniger Geschmacksache.
300 und 400 micron entspricht in etwa der Stärke von traditionellen Visitenkarten aus Visitenkarten-Karton.
760 micron ist die Normstärke für Kreditkarten.

Je nach Material kann sich zusätzlich ein unterschiedlicher Eindruck bei der gleichen Stärke ergeben. So fühlt sich eine Visitenkarte aus Priplak mit 500 micron im Vergleich zu PVC möglicherweise etwas „labbelig“ an, und das allein durch die etwas größere Flexibilität des Materials.

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Visitenkarten-Tutorial ‚Auswahl des Materials‘

Plastik-Visitenkarten gibt es bei uns in verschiedenen Ausführungen, aus transparentem PVC (volltransparent bzw. kristallklar und halbtransparent, also gefrostet bzw. transparent-satiniert, was das Gleiche bedeutet), aus Metallic-PVC (silber) und natürlich weißem PVC.
Welches Material sich für die eigenen Bedürfnisse anbietet, hängt von mehreren Faktoren ab. Darum hier eine kurze Auflistung, was die verschiedenen Materialien auszeichnet:

Visitenkarten aus transparentem (kristallklaren) PVC:
Transparente Visitenkarten sind natürlich der absolute Hingucker. Ob nun kristallklar oder gefrostet ist zwar auch eine Geschmacksache, die Wahl können aber noch andere Gründe beeinflussen. Zum Beispiel werden nicht unbedingt beide Qualitäten in den gleichen Stärken angeboten. Bei uns ist das kristallklare Material eine Idee stärker als der gefrostete Kunststoff, also etwas griffiger. Soll das Corporate Design auch im übertragenen Sinn Transparenz vermitteln, dann ist eine kristallklare Visitenkarte unabhängig von der Stärke sicher die erste Wahl.

Visitenkarten aus halbtransparentem (gefrosteten) PVC:
Visitenkarten aus gefrostetem Kunststoff haben zusätzlich zur ungewöhnlichen Transparenz weitere Vorteile. So sind Fingerabrücke nicht so auffällig wie auf der vollkommen durchsichtigen Variante und Hintergründe, auf denen sie präsentiert werden, lenken nicht so leicht vom Design und den Kontaktdaten ab. Werden die Visitenkarten also später z.B. in einer gemusterten Präsentationsmappe stecken, bietet sich eher der gefrostete Bedruckstoff als Material an.

Visitenkarten aus silbernem Metallic-PVC:
Metallic-Visitenkarten bieten nicht nur für Bereiche an, in denen Bezug zu Metall hergestellt werden soll oder wenn durch die spiegelnde Fläche besonders Aufmerksamkeit erregt werden soll, sondern auch wenn ein Design mit Metallic-Farben umgesetzt werden soll.
Da Offset-Farben generell lasierend sind, erscheinen sie auf dem Metallic-PVC eben auch als Metallic-Farbe. Ausnahmen bilden Schwarz und Weiß. Alle anderen Farben müssen, wenn sie deckend, also nicht metallisch, erscheinen sollen, mit Weiß hinterlegt werden (zur weißen Hinterlegung mehr in einem eigenen Tutorial).
Die Metallic-Visitenkarten können abfallend, also bis zum Rand, bedruckt sein, ohne dass silberne Bereiche übrig bleiben, gewünscht ist dann aber eben in der Regel, dass sie sich durch Metallic-Farben auszeichnen.
Aufgrund des unterschiedlichen Erscheinungsbildes der Farben mit und ohne Hinterlegung halten wir in diesen Fällen (sofern der Online-Bestellung nicht ohnehin eine entsprechende Notiz beigefügt wurde) vor dem Druck in der Regel Rücksprache mit unseren Kunden.
Bei Metallic-Visitenkarten ist zu bedenken, dass auf unbedruckten Bereichen (fettige) Fingerabdrücke sehr auffällig sind.

Visitenkarten aus weißem PVC:
Diese Visitenkarten sehen den traditionellen Visitenkarten auf den ersten Blick zum Verwechseln ähnlich. Im Grunde macht die Materialbeschaffenheit den Unterschied aus. Flexibel, knitterfei, abwisch- und waschbar, das sind Eigenschaften, die in manchen Arbeitsbereichen von Vorteil sind, ohne dass der Look dadurch ein anderer wird.

Visitenkarten aus Visitenkartenkarton (Papier):
Visitenkarten aus Papier sind die klassische Variante und überall dort angebracht, wo vor allem auf Tradition und Beständigkeit Wert gelegt wird. Dass auch eine klassische Visitenkarte nicht billig oder öde daherkommen muss, dafür sorgt das reichhaltige Angebot an verschiedenen Papierqualitäten, das spezialisierte Druckereien anbieten.
Verschiedene Papiere nehmen Farben verschieden auf und auch zum Kunststoff sind natürlich Unterschiede erkennbar. Für den Druck von komplexen Designs, die ursprünglich für die Ansicht auf dem Monitor also als Webdesign konzipiert waren und von denen die entsprechende ‚Tiefe‘ erwartet wird, kann sich daher u.U. eher der traditionelle Visitenkarten-Karton anbieten.

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