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Archive for the ‘Tutorials’ Category

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Beginnen wir im neuen Jahr doch einmal mit einer Auflistung der Basics, die bei der Konzipierung von transparenten Visitenkarten im Besonderen und der Erstellung von Druck- daten im Allgemeinen zu beachten sind:

Dateiformat: Das beste Druckergebnis erhalten Sie mit Vorlagen im Vektor- format (.ai und .eps, bitte CS3-kompatibel). Natürlich nehmen wir auch ent- sprechende PDFs und Photoshop-Dateien an, wobei Rastergrafiken nur zweite Wahl sein sollten. Sofern Teile des Designs nur in Photoshop erstellt werden können, bietet es sich u.U. an, diese später in Illustrator zu platzieren und danach die Schriften hinzuzufügen. Bitte senden Sie uns die Datei mit offenen Ebenen, die Texte in Pfade gewandelt oder gerastert (ansonsten ggf. den Font separat). Dies gilt auch für PDFs, da die Druckvorbereitung mittels Illustrator stattfindet und das Design ansonsten nicht zwangsläufig so gedruckt wird, wie es auf dem PDF erscheint.
Die Erstellung einer Stanzform oder eines Prägeklischees ist generell nur mit Vektordaten möglich.
Vektorisieren/Rastern der Schriften: In Illustrator wandeln Sie den Text in Pfade um, indem Sie im Hauptmenü (oben) „Text“ auswählen, und danach die Option „In Pfade umwandeln. In Photoshop rastern Sie die Schrift über einen Rechts- klick (Windows) bzw. Control-Klick (Mac) auf die entsprechende Textebene in der Ebenenpalette (rechts) und die Auswahl der Option „Text rastern“. Alternativ: können Sie im Hauptmenü (oben) „Ebene“ > Rastern > Text wählen.
Die Font-Datei(en) finden Sie auf Ihrem Computer bei einem PC unter C: Windows/Fonts, bei einem Mac unter Library/Fonts.

Auflösung: Bei der Verwendung von Bildern wählen Sie bitte eine hochauf- lösende Version. Eine gute Druckqualität ist nur durch eine Auflösung von mindestens 300 ppi gewährleistet.

Farbraum: Wir drucken mit CMYK-Vierfarbdruck (Cyan, Magenta, Yellow, Key/Black), dem in der Druckindustrie üblichen Standardverfahren. Senden Sie uns Ihre Datei also bitte angelegt im CMYK-Farbraum. Dateien die auf dem RGB-Farbraum aufbauen, sind für die Bildschirmansicht gedacht und für den Druck ungeeignet. Die Umwandlung von RGB- in CMYK-Daten kann zu Farbab- weichungen führen. Außerdem haben RGB-Daten am Monitor betrachtet vermeintlich einen besseren Kontrast und eine stärkere Tiefe als das letztendliche Druckergebnis. Auch daher empfiehlt es sich, für den Druck vorgesehene Daten bereits von Anfang an in CMYK anzulegen.

Beschnitt: Zur Gestaltung von Visitenkarten in Illustrator oder Photoshop empfehlen wir Ihnen, sich die Visitenkarten-Schablonen von unserer Website herunterzuladen. Diese enthalten Hilfslinien, die auch die Beschnittzugabe markieren. Das Design sollte an jeder Seite 2,5 mm über die Schnittlinie hinauslaufen (= Bleed/Beschnittzugabe). Damit ist gewährleistet, dass sich das Design auch nach dem Beschneiden bis zum Rand erstreckt und keine weißen/leeren Ränder („Blitzer“) entstehen. Legen Sie also bitte NICHT Ihr gesamtes Design größer an, sondern erweitern Sie Ihr Design an allen Kanten um 2,5 mm. Für die Positionierung von Schriften und Logos gehen Sie bitte unbedingt vom gedachten Endformat aus. Bei Elementen, die bis zum Rand der Karte gehen sollen, ist die Fortführung in den Beschnitt wichtig.

Randgestaltung: Beim Zuschneiden können geringe Verschiebungen auftreten. Wenn also ein äußerer Rahmen Teil Ihres Designs ist, legen Sie diesen nicht zu schmal an. Die Mindestbreite sollte 3 mm sein. Andernfalls ist bei Verschie- bungen ein Breitenunterschied an den verschiedenen Kanten zu auffällig.
Da PVC die Tinten naturgemäß nicht aufsaugt, sondern diese sich wie ein Film auf das Material legen, kann es beim Schneiden und vor allem beim Stanzen zu „Mikro-Abbrüchen“ der Farbe kommen. Bei dunklen Flächen kann dies nach abgestoßenen Kanten aussehen. Um dieses Risiko zu vermeiden, legen Sie Ihr Design bei dunklen Hintergründen und Flächen bitte möglichst mit einem weißen oder transparenten Rand an.

Besonderheiten bei transparenten und Metallic-Untergründen:
Das Schachbrettmuster, das in Illustrator und Photoshop Transparenzen veran- schaulicht, ist natürlich bei Bestellungen von transparenten und auch silbernen Printprodukten sehr hilfreich und erspart Nachfragen, da hier sofort zwischen dem weißen Hintergrund der Arbeitsfläche und weiß zu druckenden Partien unterschieden werden kann.
Sofern Ihnen nur Druckdaten zur Verfügung stehen, die auf eine Ebene „zu- sammengeschmolzen“ wurden und die somit einen weißen Hintergrund haben, fügen Sie bei Bestellungen für transparente und Metallic-Materialien bitte eine Beschreibung bei, in der Sie angeben, welche Partien der Grafik letztendlich weiß und welche Teile transparent, bzw. metallic erscheinen sollen.
Wenn Ihr Design weiße Elemente auf einem transparenten Material enthalten soll und Sie keine Möglichkeit haben, Transparenzen sichtbar zu machen, können Sie diese weiß zu druckenden Elemente z.B. in 100% Cyan anlegen. Bitte fügen Sie dann eine Notiz wie „Cyan = Weiß“ bei.
Eine Besonderheit bei der Vorbereitung von Druckdaten für den Offsetdruck auf transparenten und Metallic-Materialien stellt die weiße Hinterlegung dar: Offsetfarben sind generell lasierend, also leicht transparent, daher ist es oft- mals nötig, farbige (und auch graue) Schriften weiß zu hinterlegen, um Lesbarkeit und Farbintensität zu erhöhen. Auch die Lesbarkeit von Schriften ist dadurch weniger vom Hintergrund und Lichteinfall abhängig. Bei sehr kleinen Schriften bietet sich dies jedoch nicht an, da hier, auch bei noch so präziser Arbeit, weiße „Blitzer“ entstehen können, d.h. dass die weiße Hinterlegung aufgrund geringfügiger Verschiebungen beim Druck hinter der Schrift hervorschauen könnte. Im umgekehrten Fall ist auch eine weiße Hinterlegung einer Fläche, die kleine transparente Schriften enthält, nicht möglich. Eine Hinterlegung ist, je nach Font, ab einer Schriftgröße von etwa 7-8 pt/semibold möglich.
Wenn Sie eine konkrete Vorstellung haben, welche Bereiche transparent bzw. metallisch und welche kräftig und deckend erscheinen sollen, fügen Sie Ihrer Bestellung bitte eine Notiz bei. Ansonsten entscheiden wir nach unserer Erfahrung.

Schriftfarbe und -größe: Kleine Schriften können auf transparentem Grund schlechter lesbar sein, als es ein Probedruck auf weißem Papier vermuten lässt. Wir empfehlen Ihnen daher, Ihren Entwurf auf einer Overheadfolie auszu- drucken, um einen ungefähren Eindruck von der Wirkung und Lesbarkeit zu bekommen.
Helle Farben (abgesehen von Weiß) sind dabei in der Regel kritischer als dunkle. Ohne weiße Hinterlegung fehlt den hellen Farben der Weißanteil, den sie na- türlich bei der Ansicht am Monitor noch haben. Je heller die Farbe umso blasser erscheint die Farbe ohne das Weiß.
Beliebt sind z.B. Kontaktdaten in hellgrauer Schrift. Hiervon raten wir dringend ab, sofern die Schriftgröße nicht groß genug für eine weiße Hinterlegung ge- wählt werden kann. Als Alternative bietet sich für kleine Schriften entweder Anthrazit bzw. Schwarz oder Weiß. Weiß hebt sich von transparenten Unter- gründen in der Regel gut ab. Zu beachten ist allerdings, dass weiße Kontaktdaten kaum bis gar nicht lesbar sind, wenn die Karte in weiße Visitenkarten- ordner gesteckt wird.

Soweit einige Punkte, die bei der Gestaltung Ihrer Visitenkarte zu beachten sind. Wir hoffen, sie helfen Ihnen, die Untiefen beim Designen Ihrer transparenten Visitenkarte zu umschiffen 😉

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Magnetkarten gibt es in zwei verschiedenen Ausführungen: HiCo (HighCoercivity)- und LoCo (LowCoercivity)-Karten unterscheiden sich durch die Feldstärke mit der sie beschrieben und gelesen werden. Die Speicherkapazität und der Aufbau der Magnetstreifen ist bei allen Magnetkarten die/der gleiche.

Auf Magnetkarten befinden sich drei beschreibbare Spuren mit unterschiedlichen Eigenschaften:

  • Spur 1: 76 Nutzzeichen (alphanumerisch 7 Bit/Zeichen)

    Diese Spur ist für Informationen gedacht, die in Verbindung mit einer Datenbank stehen, z.B. bei automatische Einchecksystemen.

  • Spur 2: 37 Nutzzeichen (numerisch 5 Bit/Zeichen)

    Diese Spur ist für numerische Informationen ausgelegt, also z.B. zum Speichern und Angeben von Geldbeträgen oder Kundennummern.

  • Spur 3: 104 Nutzzeichen (numerisch 5 Bit/Zeichen)

    Auch diese Spur kann nur numerische Zeichen, also Zahlen, enthalten und ist für Daten gedacht, die häufig auf den neuesten Stand gebracht, also überschrieben werden sollen.

In Kombination mit einer entsprechenden Software können natürlich Daten, die über 104 Zeichen hinausgehen, gespeichert werden. D.h. nur der Code, den die Software aus den Kundendaten erstellt und der auf der Plastikkarte gespeichert wird, darf die angegebene Länge nicht überschreiten.

Die Feldstärke, mit der die Magnetkarten beschrieben und gelesen werden sollen, beeinflusst die Wahl des Magnetstreifens:

LoCo-Magnetstreifen haben eine Oersted-Einheit von 300, HiCo-Magnetstreifen gibt es mit 2700 und 4000 Oe.  D.h. dass zum Beschreiben und Lesen von Plastikkarten mit LoCo-Magnetstreifen ein geringeres Magnetfeld erforderlich ist. Es heißt aber auch, dass die Kodierung, wenn die Plastikkarte versehentlich mit einem Magnetfeld in Kontakt kommt, also z.B. auf einen Lautsprecher gelegt wird, u.U. beschädigt wird.

HiCo-Karten sind also aufgrund der höheren Feldstärke vor allem strapazierfähiger was die Beeinträchtigung durch magnetische Felder angeht, d.h. sie können nicht versehentlich durch äußere Einflüsse gelöscht werden. Außerdem sind sie auch bei intensiver Nutzung und mit Verschmutzungen eher lesbar. Äußerlich lässt sich LoCo und HiCo nicht unterscheiden, allerdings werden für LoCo meist braune, für HiCo schwarze Magnetstreifen verwendet.

EC-Karten und Kreditkarten sind übrigens zumeist LoCo-Magnetkarten, da sie auf einem Standard beruhen, der eingeführt wurde, bevor  die HiCo-Technologie entwickelt wurde.

Ob HiCo oder LoCo, das hängt zu guter Letzt von Ihren Magnetkarten-Schreib- und Lesegeräten ab. Alle Geräte können LoCo-Magnetkarten beschreiben, aber nur entsprechend starke Geräte können HiCo-Magnetstreifen beschreiben. Bitte informieren Sie sich im Datenblatt Ihres Gerätes. Im Zweifelsfall bestellen Sie am besten LoCo-Magnetkarten. Wir bieten beide Versionen an.

Suchen Sie noch nach passenden Kodiergeräten? Dann googeln Sie einfach nach „Lese- und Schreibgerät Magnetkarten“ oder „Codierer Magnetkarten“ und Sie werden eine breite Auswahl finden.  Als Anhaltspunkt: Schreibgeräte für LoCo-Magnetkarten bewegen sich üblicherweise im Preisbereich von 400 Euro, HiCo-Codierer gibt es ab ca. 1000 Euro.

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Ein ausgedehnter Schriftwechsel mit einem Kunden, der gestern stattfand, und der zu einer Abhandlung über die Charakteristika von Offset-Tinten wurde, ist, denke ich, ein guter Anlass, noch einmal über diese Besonderheiten zu schreiben, auch wenn ich mich streckenweise nur wiederholen kann.

Wie bereits in dem Visitenkarten-Tutorial „Weiß im Offsetdruck – die fünfte Farbe“ geschildert, sind Offsetfarben generell lasierend, d.h. leicht transparent. Selbst ein „Deckweiß“ ist nicht 100%ig deckend. In der Regel, auf weißen Materialien, hat das keine weitere Auswirkung, auf transparenten Materialien entsteht dadurch jedoch ein völlig anderer Eindruck.

Aufgrund der Transparenz der Tinten ist in vielen Fällen eine weiße Hinterlegung verschiedener Elemente des Designs notwendig. Durch diese zweite Lage ist der Druck schon etwas undurchsichtiger. Außerdem hat die Hinterlegung den Vorteil, dass die Wirkung des Designs nicht so sehr vom Lichteinfall und vom Hintergrund abhängig ist und die Farben kräftiger und brillanter erscheinen.
Das Weiß selbst kann nicht mit Weiß hinterlegt werden und bleibt daher dezent transparent. Ein absolut deckendes Weiß zu erzielen, ist im Offsetdruck nur mittels mehrerer Farbschichten (3-4) möglich. Eine aufwendige und teure Prozedur, die nur bei großen Spezialaufträgen sinnvoll ist. Ein Beispiel für so einen Auftrag ist der Dorint-Flyer:

Transparenter Flyer (2) Dorint

Dieser Flyer wurde in fünf Schichten auf kristallklares PVC gedruckt: Design für die Vorderseite, drei Zwischenlagen Weiß, Design für die Rückseite. Der rückseitige Druck ist golden, und obwohl Metallic-Tinten die deckendsten Offset-Tinten sind, kann man im Gegenlicht immer noch den Druck von der anderen Seite erkennen.

Den besten Eindruck von der Transparenz, selbst des Weiß, vermittelt sicher das folgende Foto. Die Karte wurde mit 100% Weiß gedruckt.

Kristallklar transparente Visitenkarte von Grafanna
In vielen Fällen, in denen das Design mit der Transparenz spielt, in denen auch zarte Verläufe oder eine vollflächige Einfärbung  gewollt ist, ist die Transparenz der Tinten von Vorteil.

Rot-transparente Visitenkarte von Kreando
In allen anderen Fällen beraten wir natürlich gerne, empfehlen die eine oder andere Möglichkeit und versenden auf Wunsch auch Musterstreifen, die mit verschiedenen Transparenzgraden bedruckt sind, mit und ohne weiße Hinterlegung.

Weitere Tutorials:

BTW Ein Klick auf den RSS-Button im Header und schon flattern unsere Artikel gleich nach Veröffentlichung ins Haus 🙂

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Visitenkarten-Tutorial „Das Weiß beim Offsetdruck – Weiße Hinterlegung“

Offsetdruck auf transparenten Materialien ist ohne Weiß kaum denkbar.
Da Offsetfarben generell lasierend sind, ist der Eindruck den die fertigen transparenten Visitenkarten machen, stark vom Lichteinfall und der Helligkeit des Hintergrundes abhängig. Vor dunklen Hintergründen können die Farben u.U. leicht blass wirken. Und hier kommt die weiße Hinterlegung ins Spiel: Wird Weiß als weitere Druckschicht hinter die farbigen Elemente gedruckt, erscheinen die Farben deckender und kräftiger.
Bei kleinen Schriften bietet sich die weiße Hinterdruckung jedoch nicht an, da hier, auch bei noch so präziser Arbeit, weiße „Blitzer“ entstehen können, d.h. dass die weiße Hinterlegung aufgrund geringfügiger Verschiebungen beim Druck hinter der Schrift hervorschauen könnte. Im umgekehrten Fall ist aus demselben Grund auch eine weiße Hinterlegung einer Fläche, die kleine transparente Schriften enthält, nicht möglich.

Die weiße Hinterdruckung ist eine Besonderheit beim Druck auf transparenten Materialien und bei jedem Auftrag ist ein Abwägen nötig. Daher sind wir auch dankbar, wenn mit dem Auftrag bereits eine Notiz gesendet wird, die uns eine Idee vermittelt, ob die farbigen Elemente des Visitenkarten-Designs leicht transparent gedacht sind oder kräftig und brillant erscheinen sollen. Je dunkler die Farbe, desto deckender erscheint sie im Übrigen von vorneherein.

Weiß spielt also bei der Gestaltung von Visitenkarten auf transparenten Materialien eine große Rolle. Nicht nur als fünfte Farbe im Design, sondern eben auch zur Erhöhung der Deckkraft der anderen Farben.

Noch ein Wort zu Weiß als fünfter Farbe im Design:
Selbstverständlich kann Weiß gezielt im Design eingesetzt werden. Eindrucksvolle Visitenkarten sind z.B. solche, bei denen Weiß vollflächig auf das transparente Material gedruckt wird und dabei Schriften oder Logos ausgespart werden. Auch das Weiß selbst ist lasierend, dadurch erscheint der weiße Grund immer noch leicht transparent, die ausgesparten Logos hingegen erscheinen wie ausgestanzt.
Bei solchen Designs bevorzugen wir die Einsendung der Druckdaten als Illustrator- oder Photoshop-Datei, da nur dort, durch das Schachbrettmuster als Hintergrund, sofort zwischen transparenten und weißen Elementen unterschieden werden kann.
Bei anderen Dateitypen ist ein Mitsenden eine detailierten Beschreibung unbedingt erforderlich. Insbesondere sollte angegeben werden, ob graphische Elemente und Schriften, die in der Ansicht weiß erscheinen, weiß gedruckt oder auf der Visitenkarte letztendlich transparent erscheinen sollen.

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Visitenkarten-Tutorial ‚Materialstärke‘

Materialstärkeangaben in Mikron klingen erst einmal verwirrend, da Mikron im allgemeinen Sprachgebrauch für gewöhnlich nicht vorkommt. Mikron bedeutet jedoch lediglich ‚Micrometer‘. 300 micron sind also 0,3 mm.

Bei den Materialangaben für Visitenkarten und Plastikkarten finden sich, je nachdem in welcher Sprache die Informationen verfasst sind, Angaben mit der Einheit micron und mit mil.

400 micron oder 15 mil
760 micron oder 30 mil

Mil ist eine Einheit aus dem englischsprachigen Raum und bedeutet Milli-Inch.

Auch wenn die Maßeinheiten dadurch verständlicher sind, entscheidend bei der Auswahl der Stärke für neue Visitenkarten sollte der haptische Eindruck sein. Daher versenden wir auch Muster, um die Materialstärke greifbar zu machen. Wie stark die eigene Visitenkarte letztendlich sein soll, ist mehr oder weniger Geschmacksache.
300 und 400 micron entspricht in etwa der Stärke von traditionellen Visitenkarten aus Visitenkarten-Karton.
760 micron ist die Normstärke für Kreditkarten.

Je nach Material kann sich zusätzlich ein unterschiedlicher Eindruck bei der gleichen Stärke ergeben. So fühlt sich eine Visitenkarte aus Priplak mit 500 micron im Vergleich zu PVC möglicherweise etwas „labbelig“ an, und das allein durch die etwas größere Flexibilität des Materials.

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Visitenkarten-Tutorial ‚Auswahl des Materials‘

Plastik-Visitenkarten gibt es bei uns in verschiedenen Ausführungen, aus transparentem PVC (volltransparent bzw. kristallklar und halbtransparent, also gefrostet bzw. transparent-satiniert, was das Gleiche bedeutet), aus Metallic-PVC (silber) und natürlich weißem PVC.
Welches Material sich für die eigenen Bedürfnisse anbietet, hängt von mehreren Faktoren ab. Darum hier eine kurze Auflistung, was die verschiedenen Materialien auszeichnet:

Visitenkarten aus transparentem (kristallklaren) PVC:
Transparente Visitenkarten sind natürlich der absolute Hingucker. Ob nun kristallklar oder gefrostet ist zwar auch eine Geschmacksache, die Wahl können aber noch andere Gründe beeinflussen. Zum Beispiel werden nicht unbedingt beide Qualitäten in den gleichen Stärken angeboten. Bei uns ist das kristallklare Material eine Idee stärker als der gefrostete Kunststoff, also etwas griffiger. Soll das Corporate Design auch im übertragenen Sinn Transparenz vermitteln, dann ist eine kristallklare Visitenkarte unabhängig von der Stärke sicher die erste Wahl.

Visitenkarten aus halbtransparentem (gefrosteten) PVC:
Visitenkarten aus gefrostetem Kunststoff haben zusätzlich zur ungewöhnlichen Transparenz weitere Vorteile. So sind Fingerabrücke nicht so auffällig wie auf der vollkommen durchsichtigen Variante und Hintergründe, auf denen sie präsentiert werden, lenken nicht so leicht vom Design und den Kontaktdaten ab. Werden die Visitenkarten also später z.B. in einer gemusterten Präsentationsmappe stecken, bietet sich eher der gefrostete Bedruckstoff als Material an.

Visitenkarten aus silbernem Metallic-PVC:
Metallic-Visitenkarten bieten nicht nur für Bereiche an, in denen Bezug zu Metall hergestellt werden soll oder wenn durch die spiegelnde Fläche besonders Aufmerksamkeit erregt werden soll, sondern auch wenn ein Design mit Metallic-Farben umgesetzt werden soll.
Da Offset-Farben generell lasierend sind, erscheinen sie auf dem Metallic-PVC eben auch als Metallic-Farbe. Ausnahmen bilden Schwarz und Weiß. Alle anderen Farben müssen, wenn sie deckend, also nicht metallisch, erscheinen sollen, mit Weiß hinterlegt werden (zur weißen Hinterlegung mehr in einem eigenen Tutorial).
Die Metallic-Visitenkarten können abfallend, also bis zum Rand, bedruckt sein, ohne dass silberne Bereiche übrig bleiben, gewünscht ist dann aber eben in der Regel, dass sie sich durch Metallic-Farben auszeichnen.
Aufgrund des unterschiedlichen Erscheinungsbildes der Farben mit und ohne Hinterlegung halten wir in diesen Fällen (sofern der Online-Bestellung nicht ohnehin eine entsprechende Notiz beigefügt wurde) vor dem Druck in der Regel Rücksprache mit unseren Kunden.
Bei Metallic-Visitenkarten ist zu bedenken, dass auf unbedruckten Bereichen (fettige) Fingerabdrücke sehr auffällig sind.

Visitenkarten aus weißem PVC:
Diese Visitenkarten sehen den traditionellen Visitenkarten auf den ersten Blick zum Verwechseln ähnlich. Im Grunde macht die Materialbeschaffenheit den Unterschied aus. Flexibel, knitterfei, abwisch- und waschbar, das sind Eigenschaften, die in manchen Arbeitsbereichen von Vorteil sind, ohne dass der Look dadurch ein anderer wird.

Visitenkarten aus Visitenkartenkarton (Papier):
Visitenkarten aus Papier sind die klassische Variante und überall dort angebracht, wo vor allem auf Tradition und Beständigkeit Wert gelegt wird. Dass auch eine klassische Visitenkarte nicht billig oder öde daherkommen muss, dafür sorgt das reichhaltige Angebot an verschiedenen Papierqualitäten, das spezialisierte Druckereien anbieten.
Verschiedene Papiere nehmen Farben verschieden auf und auch zum Kunststoff sind natürlich Unterschiede erkennbar. Für den Druck von komplexen Designs, die ursprünglich für die Ansicht auf dem Monitor also als Webdesign konzipiert waren und von denen die entsprechende ‚Tiefe‘ erwartet wird, kann sich daher u.U. eher der traditionelle Visitenkarten-Karton anbieten.

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